Kategorie: Regenwaldschutz

Regenwaldschutz

Förderung von jungem Klima- und Umweltengagement

Förderfonds „Junges Engagement im Klima- und Umweltschutz“ der BürgerStiftung Hamburg

Mit der Einrichtung des Fonds hat sich die BürgerStiftung Hamburg zum Ziel gesetzt, Jugendliche aus Hamburg (10 – 25 Jahre) darin zu unterstützen, ihre eigenen Projekte und Ideen zum Umwelt- und Klimaschutz umzusetzen. Die maximale Fördersumme beträgt 2.500€. Antragsberechtigt sind sowohl freie außerschulische Jugendgruppen als auch Projekte, die an der Hochschule, in der Schule oder im Jugendverband angesiedelt sind. Wichtig ist, dass die jungen Menschen sowohl Impulsgeber als auch Durchführer der Projekte sind.

Über die Vergabe der Fördermittel entscheidet der Jugendumweltrat der BürgerStiftung Hamburg. Der Jugendumweltrat ist ein ehrenamtliches Gremium der BürgerStiftung Hamburg, das jungen Menschen im Alter zwischen 14 und 25 Jahren ermöglicht Klima- und Umweltschutz in Hamburg aktiv mitzugestalten. Der Jugendumweltrat verfügt über einen eigenen Fördertopf. Mit den Geldern des Fördertopfs sollen junge Menschen aus Hamburg (10-25 Jahre) darin unterstützt werden, ihre eigenen Projekte und Ideen zum Umwelt- und Klimaschutz umzusetzen.

Die nächste Frist zur Antragsstellung ist am: 09.06.2024 (Beschlusssitzung am 03.07.2024)

Die aktuellen Antragsfristen, die Antragsunterlagen und Förderkriterien sowie weitere Informationen zum Förderfonds und zum Jugendumweltrat finden sich auf der Homepage der BürgerStiftung Hamburg.

Buchvorstellung – Dr. Friederike Schmitz „Anders satt“

Dr. Friederike Schmitz ist Autorin, Referentin und Trainerin und hat sich nach dem Studium der Philosophie auf Tierethik spezialisiert. Zu ihren Schwerpunkten gehören der Ausstieg aus der Tierindustrie, Agrarwende und Ernährungswende sowie Ethik und Politik der Mensch-Tier-Beziehung. Ihr aktuelles Buch heißt „Anders satt: Wie der Ausstieg aus der Tierindustrie gelingt“ und ist im Oktober 2022 im Ventil Verlag erschienen.

Auszug von der Homepage des Ventil Verlags:

Radikal-realistischer Fahrplan für eine umfassende Agrar- und Ernährungswende

Die Tierindustrie befeuert die Klimakrise, fügt Tieren furchtbare Qualen zu und gefährdet unsere Gesundheit. All das spricht für eine grundlegende Transformation unseres Ernährungssystems. Aber was heißt das konkret? Friederike Schmitz zeigt, welche Maßnahmen jetzt unerlässlich sind und was wir dabei gewinnen können.

Es reicht nicht, wenn Einzelne bewusster konsumieren. Kleine Reformen hin zu etwas mehr »Tierwohl« oder Klimaschutz sind ebenfalls keine Lösung. Stattdessen brauchen wir einen politisch organisierten Ausstieg aus der Tierindustrie. Eine sinnvolle Ernährungspolitik kann den Konsum von Fleisch, Milch und Eiern auf demokratische Weise schnell reduzieren. Durch Umschichtung von Subventionen und Gesetzesänderungen lässt sich auch eine gerechte Agrarwende gestalten.

Die Vorteile sind gewaltig: Wenn wir auf pflanzliche Nahrungsmittel setzen, können wir gesünder leben, Treibhausgase in Böden und Wäldern einlagern und ein besseres Verhältnis zu Tieren entwickeln. Damit all dies passiert, müssen wir uns politisch einmischen. Dieses Buch liefert dafür die entscheidenden Fakten und Lösungsvorschläge – und neue Impulse für die gesellschaftliche Debatte.

Blog von Dr. Friederike Schmitz

Dr. Friederike Schmitz: „Anders satt: Wie der Ausstieg aus der Tierindustrie gelingt
Ventil Verlag, 2022
376 Seiten, 22 Euro

Die neue EU-Entwaldungsverordnung

Die Europäische Kommission hat am 17. November 2021 eine Gesetzesinitiative vorgelegt, um die Abholzung tropischer Regenwälder zu reduzieren. Die sogenannte EU-Entwaldungsverordnung Nr. 2021/0366/COD ist Teil eines umfassenden Aktionsplans zur Bekämpfung der von der Europäischen Union (EU) global verursachten Entwaldung und Waldschädigung, die in tropischen und subtropischen Regionen besonders akut ist. Mit der neuen Verordnung wird die EU-Holzhandelsverordnung Nr. 995/2010 aufgehoben, die das Inverkehrbringen von illegal geschlagenem Holz auf den EU-Markt und die Vermarktung von Holz und Holzprodukten in der EU festlegt.

Die EU ist einer der größten Importeure von Rohstoffen und Waren, für deren Herstellung tropische Regenwälder zerstört werden. Tropische Regenwälder werden hauptsächlich für die Ausweitung landwirtschaftlicher Flächen zerstört, die für die Herstellung von Rohstoffen und Waren wie Palmöl, Rinder, Soja, Kaffee, Kakao, Holz und Kautschuk genutzt werden. Das heißt, für viele Produkte in europäischen Supermärkten werden tropische Regenwälder zerstört. Die EU-Entwaldungsverordnung soll sicherstellen, dass nur entwaldungsfreie und mit den Gesetzen (des Ursprungslands) im Einklang stehende Produkte auf den EU-Markt gebracht werden dürfen, das heißt, die Lieferketten müssen „entwaldungsfrei“ sein. Sie gilt für sechs Erzeugnisse – Soja, Rindfleisch, Palmöl, Holz, Kakao und Kaffee (nicht jedoch Kautschuk) – sowie bestimmte daraus hergestellte Produkte wie Leder, Schokolade und Möbel.

Neu ist: Die neue Verordnung beschränkt sich nicht auf illegale Entwaldungen, sondern zielt auf jegliche Art von Entwaldungen, seien sie legal oder illegal. Mit früheren Gesetzen, wie der EU-Holzhandelsverordnung, wurde nur versucht, gegen die illegale Entwaldung vorzugehen. Mit der Ausrichtung der neuen Verordnung auf illegale Entwaldungen, befindet sich die EU mit den USA und Großbritannien auf einer Linie, die beide strengere Gesetze erwägen.

Die Ziele der neuen Verordnung sind ehrgeizig. So soll der internationale Fußabdruck der EU auf die tropischen Regenwälder verringert und die weltweiten Treibhausgasemissionen um mindestens 32 Millionen Tonnen pro Jahr reduziert werden. Zudem würden sich die Regeln der neuen Verordnung positiv auf die Artenvielfalt und Biodiversität auswirken und nachhaltige Produktions- und Konsummuster fördern. Allerdings sind andere Ökosysteme wie Wiesen, Feuchtgebiete oder Savannen von der neuen Verordnung ausgenommen.

Die EU-Entwaldungsverordnung wird Anfang 2023 in Kraft treten, nachdem das EU-Parlament und der Rat im Dezember 2022 zugestimmt haben. Sobald die neue Verordnung in Kraft ist, haben Unternehmer und Händler 18 Monate Zeit, um die neuen Vorschriften umzusetzen. Das heißt, immer wenn die oben genannten Rohstoffe und Waren in die EU importiert werden, müssen Unternehmer und Händler eine Sorgfaltserklärung abgeben, in der bestätigt wird, dass für diese keine tropischen Regenwälder zerstört wurden.

Quellen

2021/0366(COD) – Proposal for a REGULATION OF THE EUROPEAN PARLIAMENT AND OF THE COUNCIL on the making available on the Union market as well as export from the Union of certain commodities and products associated with deforestation and forest degradation and repealing Regulation (EU) No 995/2010.

World Resources Institute – How a New EU Regulation Can Reduce Deforestation Globally, 05.04.2022.

Europäische Kommission – Fragen und Antworten zur neuen Verordnung über entwaldungsfreie Produkte, 17.11.2021.

Good Soaps

Reinigungsmittel ohne Palmöl

Die waschaktiven Substanzen in Reinigungsmitteln sind sogenannte Tenside, die Schmutzpartikel von Flächen oder Textilien ablösen. Alle Reinigungsmittel enthalten Tenside in Konzentrationen von etwa 3 bis 30 Prozent. Tenside werden aus Ölen hergestellt, wobei meist Erdöl verwendet wird. Bei Reinigungsmitteln auf pflanzlicher Basis wird hauptsächlich Palmöl, das Öl der Ölpalmen, verwendet. Für den Anbau der Ölpalmen werden tropische Regenwälder vernichtet, vor allem in Südost-Asien. Allein in Indonesien wurde die Anbaufläche für Ölpalmen in den letzten 30 Jahren von 2.300 Quadratkilometern im Jahr 1981 auf 61.000 Quadratkilometer im Jahr 2011 vergrößert.

Um den Druck auf die tropischen Regenwälder in Südost-Asien zu verringern, muss die Nachfrage nach Palmöl gebremst werden. Die schweizer Firma Good Soaps AG geht diesen Weg und hat Reinigungsmittel auf pflanzlicher Basis entwickelt – zu 100 Prozent ohne Palmöl, basierend auf den Ölen einheimischer Pflanzen. Die Reinigungsmittel von Good Soaps enthalten außerdem keine Farbstoffe und Konservierungsmittel. Durch den Einsatz einheimischen Öls anstelle von Palmöl werden zusätzlich Kohlenstoffdioxid-intensive Transportwege vermieden.

Bezug über das Internet

Die palmölfreien Reinigungsmittel unter https://www.good-soaps.shop/ bestellt werden. Im Moment teste ich die Reinigungsmittel und bin sehr zufrieden mit dem angenehmen Duft und der guten Reinigungsleistung.